Video-Guide: Welches Videoformat für die Webseite, YouTube, Vimeo und Co.?

Lesezeit: 6 Minuten Autor: Thomas Veröffentlicht: Zuletzt aktualisiert:
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Mit Videos die Verweildauer und den Mehrwert einer Webseite erhöhen – das geht! Hat aber auch seine Tücken: Wir erklären, welche Videoformate mit welchem Browser kompatibel sind und welche für den Web-Einsatz in Frage kommen

Die Idee, Videos und Textinhalte zu verknüpfen, gab es bereits recht früh, jedoch mangelte es lange an der passenden Internetleitung oder dem notwendigen Datenvolumen. Und so kannte man digitale Zeitungen mit Bewegtbildern lange nur aus Science-Fiction-Filmen.

Inzwischen sind DSL- und Kabel-Internet beinahe flächendeckend mehr als ausreichend schnell, um Webseiten von Haus aus mit qualitativ hochwertigen Videos auszustatten. Und das lohnt sich: Das Gehirn erfasst den Inhalt von Bewegtbildern um ein Vielfaches schneller als Text und sogar schneller als Bilder. Auf Webseiten hat das häufig eine steigende Verweildauer zur Folge – einen interessanten und zum Seitenthema passenden Inhalt vorausgesetzt.Blog-Störer_ pixx.io testen 6

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Doch es gibt einige Fallstricke: So eignen sich etwa nicht alle Videoformate und -Codecs für den Einsatz im Web und nicht jeder Browser ist mit jedem Format kompatibel. Wichtig ist auch die richtige Balance aus Qualität und Dateigröße, denn zu große Videodateien bremsen die Seitenladezeit und gefährden damit das Ranking bei Suchmaschinen wie Google.

Wir stellen dir die gängigsten Videoformate und Video-Codecs vor und verraten dir, welche Formate mit welchem Internetbrowser kompatibel sind.

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Die Popularität von VOD-Portalen wie YouTube und SVOD-Angeboten wie Netflix und Co. zeigt die Wichtigkeit von Bewegtbildinhalten.

Welche Videoformate gibt es? 

Bekannte Videoformate sind etwa MP4, AVI, MOV und MPG – es gibt aber noch viele mehr. Der Hintergrund für ein neues Format ist häufig, dass Hersteller eigene Formate durchsetzen wollen, etwa Apple mit Quicktime (MOV) oder Microsoft mit AVI und ASF (bzw. WMV).

Welche Video-Codect gibt es?

Genaugenommen handelt es sich bei Videoformaten sowieso nur um Datei-Container, in denen unterschiedliche Inhalte gespeichert werden, darunter etwa Bild und Ton und gegebenenfalls Informationen wie Untertitel oder Zeitmarken.

Eigentlich wichtig sind die Codecs, mit denen die Bild- und Tonspuren im Container kodiert sind. Codecs sorgen dafür, dass die Mediendateien möglichst wenig Speicherplatz bei möglichst guter Qualität verbrauchen.

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MPEG-1 und MPEG-2 (m2p, mpg, mpeg, ts)

MPEG-1 ist eines der ältesten Videoformate und gleichzeitig Container und Codec. Zwar wird der Codec von nahezu allen Geräten und Browsern erkannt und auch abgespielt, das Alter merkt man dem Format aber an: So sind HD-Videos damit zum Beispiel nicht mehr möglich und auch die Qualität der Videos ist mehr schlecht als recht.

Besser verhält es sich da schon mit dem Nachfolgeformat MPEG-2, welches unter denselben Dateiendungen wie MPEG-1 zu finden ist. Der Codec ist Standard für DVD-Videos für viele TV-Anstalten. Auch wenn die Qualität im Vergleich zu MPEG-1 gut und die Verbreitung des Formats groß ist, eignet sich MPEG-2 eher weniger fürs Web, da die Kompression vergleichsweise gering und Videos in guter Qualität entsprechend viele Megabytes wiegen.

MP4 ist Standard beim HD-Fernsehen und auch auf Blu-rays kommt das Format zum Einsatz.

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Videos und Clips in einer guten Qualität zu erstellen ist heutzutage kein großes Problem.

AVI (avi)

Wie bei MPEG-1 handelt es sich auch bei AVI um ein altes Format – das hat sich mit der Zeit weiterentwickelt und unterstützt dank Codecs wie DivX qualitativ gute HD-Videos bei guter Kompression. Das Format ist zwar weit verbreitet, eignet sich aber wegen der fehlenden Streambarkeit nur bedingt für die Einbindung in die Webseite.

ASF (wmv, asf)

Das ASF-Format ist den meisten wohl mehr als WMV bekannt. Das von Microsoft entwickelte Format kann im Gegensatz zu AVI gestreamt werden – Ähnlichkeit hat das Format mit MPEG-4, ist also für den Einsatz im Web geeignet. Wegen der geringen Verbreitung empfiehlt er sich aber nicht gerade.

Flash und 3GP

Hierbei handelt es sich um zwei Formate, die so gut wie nicht mehr im Netz zu finden sind. Ursprünglich war 3GP als stark komprimiertes Mobilformat gedacht und Flash auf beinahe jeder Webseite zu finden. Inzwischen gibt es mit MP4 und WebM allerdings bessere Codecs/Formate, die für die Webanwendung taugen.

QuickTime (mov)

MOV-Dateien sind auf dem Mac heimisch. Apple hat es aber geschafft, dass dieses qualitativ hochwertige Videoformat im professionellen Schnittbereich zu einem Standard wird. Viele Cutter arbeiten in Programmen wie Premiere oder Final Cut mit dem MOV-Format.

Davon abgesehen ist es allerdings nicht sehr weit verbreitet und eignet sich daher weniger für den Einsatz auf der Webseite.

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Cutter nutzen als Quellformat häufig Quicktime – für die Nutzung auf Websites braucht es aber ein Format und einen Codec, der den Inhalt so gut wie möglich komprimiert.

Matroska (mkv)

Wie russische Matroska-Puppen lässt sich das Matroska-Format ineinander stapeln. Beliebt ist das Format, welches mit vielen Codecs arbeitet, vor allem bei Heimkino-Fans. Die Kompatibilität mit Browsern ist hingegen nicht besonders groß.

MPEG-4 (mp4, m4v)

MP4-Videos sind extrem flexibel, da sie sehr viele Codecs zulassen – optimiert ist das Format auf gute Bildqualität und geringe Dateigröße. Daher eignet sich dieses Format auch perfekt für den Einsatz auf Webseiten. Der am häufigsten genutzte Codec hört auf den Namen H.264, es werden teilweise aber auch die Codecs DivX und Xvid genutzt.

HTML5 (webm)

WebM basiert auf Matroska, lässt sich also mit vielen unterschiedlichen Codecs kombinieren. Das komplette Konzept des Formats deutet darauf hin, dass es künftig der Standard im Web wird – in HTML5 kann das Format ohne die Verwendung von Plugins eingebunden werden. HTML5 löst Formate wie Flash und 3GP ab. So hat zum Beispiel Youtube bereits von Flash zu HTML5 gewechselt.

Das Format ist schon heute weit verbreitet und wird von vielen Browsern unterstützt.

Welches Videoformat / Codec ist mit welchem Browser kompatibel?

Fürs Web eignen sich aufgrund der hohen Kompatibilität besonders MP4 mit dem H264-Codec und WebM, wahlweise mit dem sogenannten VP8- oder VP9-Codec.

MP4 funktioniert in allen gängigen Browsern in der aktuellen Version, also Android, Chrome, Internet Explorer, Edge, Firefox, Opera und Safari – lediglich über Firefox auf Linux ist dafür ein Plugin (FFmpeg) notwendig.

In der Zukunft werden Internetvideos bevorzugt über HTML5 (WebM) abgespielt. Alle gängigen Browser unterstützen WebM, nur der Internet Explorer und Safari wollen hier nicht so recht mitmachen.

Was also tun, wenn auch wirklich jeder Browser ein Video abspielen soll? Zum Glück können unterschiedliche Videoformate auf Webseiten hinterlegt werden – je nach Browser wird dann das richtige Videoformat ausgespielt. Wo heute noch MP4 und WebM hinterlegt werden müssen, sollte in Zukunft nur noch ein Format (WebM) ausreichen. Aktuell sollest du aber für Android, Chrome, Firefox und Opera auf WebM setzen und für Internet Explorer, Edge und Safari eine MP4-Version hinterlegen.

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Thomas
Thomas

Als Games-Redakteur hat Thomas schon früh gelernt, spannende Texte SEO-konform zu schreiben. Das hat ihn letztlich auch zu pixx.io geführt, wo er schnell weitere Aufgaben im Digitalmarketing übernommen hat. Heute macht er Business Intelligence und kümmert sich um Prozesse. Privat ist er beim Zocken geblieben. Und wenn das Wetter schön und der Berg nicht zu groß ist, geht er auch mal wandern.

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