Warum sich Corporate Blogs immer auszahlen

Lesezeit: 9 Minuten Autor: Lea Veröffentlicht: Zuletzt aktualisiert:
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Sie sind aufwändig, zeitintensiv und Erfolge stellen sich nur langsam ein. Unternehmensblogs stehen in vielen Marketer-Köpfen nicht gerade gut da. Und trotzdem setzten viele Firmen, darunter Konzerne wie Daimler, Audi oder auch Ritter Sport auf diese Form des Marketing. pixx.io erklärt, warum auch du dir dein Anglergewand schnappen und in den unendlich tiefen Gewässern der Corporate Blogs zu fischen beginnen solltest.

Ein Corporate Blog bietet deiner Firma viele verschiedene Möglichkeiten. Du kannst Leser ausführlich über Produkte sowie neue Projekte informieren, sie mit interessanten Themen begeistern oder eine Kampagne unterstützen.

Klingt nach easy-going. Aber wenn es so einfach wäre, würde es dann nicht jeder machen? Genau da liegt der Haken: Ein Unternehmensblog verlangt viel von dir. Für deinen Blog musst du nicht nur den Content ausführlich planen – und zwar kontinuierlich – sondern natürlich auch motivierte und schreibbegeisterte Mitarbeiter finden, die es schaffen, adäquat über Relevantes zu berichten. Außerdem ist Durchhaltevermögen gefragt – denn Blogs brauchen generell ein wenig mehr Investition und Anlaufzeit, bis man mit Ihnen endlich die dicken Fische fängt, bei Google gut platziert ist und die gewünschte Reichweite erreicht hat.

Das hört sich nach wenig Spaß an. Schließlich möchte man keinen riesen Aufwand betreiben, wenn es sich hinterher nicht einmal wirklich lohnt. Sind die Kosten also tatsächlich höher als der Nutzen?

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Ein guter Unternehmensblog verbessert dein Ranking bei Google und die Beziehung zu (potentiellen) Kunden.

Näher am Kunden durch Unternehmensblogs

Jetzt aber nicht gleich den Kopf in den Sand stecken! Selbstverständlich sind Unternehmensblogs in vielen Hinsichten durchaus auch sehr attraktiv. Schauen wir uns also einmal genauer an, was so ein Corporate Blog sonst noch so in sich hat.

Ohne Frage steht der verbesserte Kundenkontakt weit oben auf der Liste. Deine Kunden haben nicht nur die Möglichkeit, dir Kommentar und Feedback dazulassen (dazu später mehr!), sondern du hast auch die Chance, die „menschliche Seite“ deiner Firma darzustellen. Heißt nichts anderes, als dass du Interessenten durch wertigen Content binden kannst. Auf der doch eher ernsten und seriösen Firmenwebsite finden sich nämlich meist nur kühle Produktdetails – und durch diese lässt sich schlecht eine gute Customer-Relationship aufbauen. Durch einen Corporate Blog entsteht jedoch die Möglichkeit, den Käufer zu zeigen, dass mehr hinter deinem Produkt steckt, als nur ausgeklügelte Ideen oder Technik. Eben etwas Menschliches, Freundliches, zu dem sich leichter Bezug finden lässt, als etwa zu einer Auflistung der Inhaltsstoffe eines Lebensmittels.

Im Bereich „Kundenbeziehung“ kann einen Unternehmensblog sogar noch mehr: Du kannst deine Kunden auch direkt in das Geschäft einbinden. Stelle am Ende eines Artikels eine Umfrage über ein wichtiges Thema ein, zum Beispiel über neue Firmenideen. So kannst du die Meinungen der Interessenten direkt abfragen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass die Leser eine ehrliche und ernste Antwort abgeben, da sie sich mit einem für sie interessanten Blog deutlich mehr auseinandersetzen, als mit einer Umfrage in einer Instagram Story. Über die stolpert man in seiner Storyline eher zufällig – oder übersieht sie ganz.

Absolute Profis sind hierbei zum Beispiel die Köpfe hinter dem Corporate Blog von Ritter Sport. Mit wenigen Klicks bringen sich Schokoladenfans hier selbst ein und kreieren eine eigene Ritter-Sport-Sorte, sogar einen Namen dürfen sich die Nutzer aussuchen. Alle Vorschläge dürfen von der Community bewertet und kommentiert werden und die Abteilung Sortenentwicklung setzt die ein oder andere Blog-Schokolade sogar um. Das motiviert und bringt Kunden natürlich auch dazu, generell noch mehr mit dem Blog zu interagieren. Eine sehr schlauen Strategie. Schließlich angelt man nur mit den besten Würmern die meisten Fische.

Blogs teilen und kooperieren

Dein potentieller Blog hat noch viel mehr zu bieten. Denn falls du schon Panik bekommen hast, dass du ohne Social Media Interaktion doch gar nicht gut vermarkten kannst, darfst du jetzt entspannen! Denn auch Blogs gehören zu den Sozialen Medien, zumindest wenn man deren soziale Funktionen auch schlau nutzt.

Allein die Kommentarfunktion ist für die meisten Unternehmen von absoluter Notwendigkeit:

Meinung und Feedback der Kunden lassen sich direkt herauslesen und du kannst im Nachhinein auch noch Ergänzungen oder Verbesserungen einbauen. Schließlich kann immer mal ein Fehler im Content auftauchen, den ein Leser auch bemerkt und es in den Kommentaren mitteilt. Kein Problem: Den Eintrag noch einmal kurzen editen und die Sache ist erledigt.

Ein besonders schmackhafter Köder ist ebenso die Möglichkeit, Content einfach und direkt weiterzuverbreiten. Füge einfach einen Share-Button hinzu und Nutzer können einen Blogeintrag mit Freunden und Kollegen teilen – egal ob über Whatsapp oder Email. Das Beste daran: Jeder Empfänger hat dann auch einfachen Zugriff auf die Blogseite. Man kennt es ja von privaten Instagramprofilen, dass man dort eben keine Freunde markieren kann –  egal wie toll der Beitrag ist. Oder man müsste sich erst ein Konto für die Plattform anlegen. Mit einem Corporate Blog passiert das niemals, da ein Profil nicht benötigt wird. Das ist deutlich entspannter für alle Beteiligten.

Weiterhin hast du durch einen Unternehmensblog noch einen bedeutenden Vorteil: Du kannst Kooperationen mit Influencern eingehen. Egal ob Instragram- und Facebookstar, Youtubebekanntheit oder einflussreicher Businessman –  setzte dich in Kontakt und versuche, sie anzuwerben – damit diese dann dem Corporate Blog einen Bekanntheitsboost verschaffen. Egal ob durch affiliate Links, Rabattcodes für die Follower der Influencer oder gemeinsame Projekte – so etwas ist mehr als Gold wert.

Du siehst, mit einem Unternehmensblog ist der Bedarf an Social Media Interaktion sicherlich gestillt. Es ist nicht nur relativ einfach umsetzbar, sondern vor allem auch extrem wichtig. Nur wer teilt und sich weiter ausdehnt, hat die besten Chancen, neue Interessenten an Land zu ziehen.

Zukunftsorientiertes Personalmarketing durch Corporate Blogs

Hast du schon daran gedacht, dass ein Blog ideal sein kann, um neue Mitarbeiter anzuwerben? Denn der Kampf um qualifizierte Arbeiter kann ein harter sein. Mache es dir verhältnismäßig leicht, indem du schon früh damit beginnst. Besitzt du beispielsweise eine Technikfirma, sollte der dazugehörige Blog nicht nur interessante Informationen zu deinen Produkten bereitstellen, sondern auch mal über aktuelle Events berichten, Experimente schildern oder spannende Artikel über alles Technikrelevante beinhalten. Ein interessierter Student oder Schüler wird so regelmäßig Kontakt zu deinem Blog – und damit deinem Unternehmen – aufnehmen. Entscheidet er sich später für eine Ausbildung oder einen Beruf, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass er sich aufgrund der bereits frühen Bindung für einen Platz bei dir entscheidet.

Unternehmensblog in vier Kategorien

Ein weiterer Pluspunkt ist die vielfältige Nutzungsmöglichkeit eines Corporate Blogs. Grob lassen sich vier Kategorien unterscheiden, wobei diese meist jedoch als Mischformen auftreten.

Der Service-Blog

Diese Art von Blog ist ideal, wenn du zusätzliche Informationen zu Produkten bereitstellen möchtest. Aber auch Tipps und Tricks kannst du hier weitergeben. Ein Lebensmittelhersteller kann Kochrezepte online stellen, ein Interior-Geschäft zeigt coole Einrichtungsvorschläge.

Der Kampagnen-Blog

Einen Kampagnen-Blog würdest du erstellen, wenn du eine aktuelle (Werbe-)Kampagne begleiten möchtest. Also sprechen wir hier von einem limitierten Zeitrahmen. Du gibst Produktinfos an, klärst über Hintergründe der Kampagne auf oder zeigst, wie die Arbeit vorangeht. Wenn du beispielsweise mit einer Aktion Kinder in armen Ländern unterstützt, kannst du auf dem Blog schildern, wie die Hilfeleistung aufgenommen wird oder was du noch alles planst.

Der Themen-Blog

Diese Blogs lassen sich streng genommen nicht wirklich definieren. Du hast nämlich nur eine Gemeinsamkeit: Der Corporate Blog ist jeweils auf ein Themenbereich beschränkt. Sprich auf gesunde Ernährung, Babys oder alles rund ums Handwerk. Hier bist du völlig frei und hast zusätzlich noch die Chance, sich als führender Experte in deinem Themenbereich zu etablieren. Das ist auch dann wertvoll, wenn Google dich als Experten in einem Gebiet sieht. Neben besserer Platzierung für deine Beiträge winken Snippets – deine Antworten werden ganz oben in der organischen Suche angezeigt, natürlich mit Link zu deinem Blog.

Der Customer-Relationship-Blog

Mithilfe dieser Form des Bloggens kommst du den Social Media Netzwerken schon ziemlich nahe. Nutze deinen Blog, um dir wirklich aktiv eine Community aufzubauen. Diese Community, die sich mit deinem Unternehmen identifizieren kann, erhältst du durch spannende, beziehungsweise für deine Firma adäquate Beiträge.

Angenommen du stellst Backpackerausrüstung her. Dann kannst du durch immer neue Videos, Bilder und Texte oder Aktionen deine „Follower“ so an dich binden, dass diese eine generelle Vorliebe für dein Equipment haben – das wirkt sich natürlich auch positiv auf Online-Kundenbewertungen auf anderen Plattformen aus. So etwas funktioniert besonders gut, wenn du mit deiner Marke für etwas Bestimmtes stehst, wie etwa für nachhaltige Produktion.

Beliebte Themen für Corporate Blogs

Grundsätzlich darfst du natürlich über alles mögliche Schreiben. Damit du mit deinem Corporate Blog aber auch sicher gut punkten können, gibt dir pixx.io ein paar Tipps, wo es sich am besten Fischen lässt. Beliebtheit finden vor allem Blogs über:

  • Den Arbeitsalltag
  • Soziales Engagement
  • Ausbildungen in Unternehmen
  • Nachhaltiges Wirtschaften (stark vom Unternehmen abhängig)
  • Hilfreiche Tipps und Tricks / Ratgeber
  • Expertenbeiträge

Wie vermarktet man am besten seinen Content auf Corporate Blogs?

Möchtest du einen Blog nutzen, um zu informieren, aber trotzdem deine eigenen Produkte vermarkten? Kein Problem. Es ist sogar ziemlich einfach. Bleiben wir beim Beispiel der Backpacker-Firma. Du schreibst eventuell einen Kommentar über die angesagtesten Reiseziele. Dann kannst du Fotos von beindruckenden Orten hochladen, auf denen du zusätzlich deine Trekkingschuhe schlau platzieren. Oder du schreibst einem Absatz darüber, wie entscheidend die richtige Rucksackgröße für einen bestimmten Trip ist und verweist dann mit einem Link auf ein Review über deinen Backpackerrucksack.

Aber auch abgesehen von diesem Beispiel hast du vielerlei Möglichkeiten. Du hast schließlich die generelle Freiheit, den Blog so zu gestalten, wie du möchtest. Deswegen kannst du deine eigene Werbung mit Link dort platzieren, wo du es für richtig hältst – beispielsweise in einer Randspalte. Oder führst du einen Onlineshop? Dann darfst du keinesfalls vergessen, auf diesen hier und da an passender Stelle zu verweisen.

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Ein Redaktionsplan ist Gold wert: Welche Themen interessieren deine Nutzer? Wie erreichst du deine Zielgruppe?

So einfach ist Content Marketing selten.

Die Kosten-Nutzen-Rechnung auf den Punkt gebracht: Lohnt sich ein Corporate Blog?

Klar, alles hat immer seine Vor- und Nachteile. Doch welche Seite überwiegt in diesem Fall? Schließlich setzt sich immer nur das durch, wo langfristig gesehen der Nutzen größer ist, als es die Kosten sind. Stellen wir also einen zusammenfassenden Überblick auf.

Nachteile eines Corporate Blogs:

  • Erfolge stellen sich nur langsam ein
    Du brauchst viel Ausdauer und Ehrgeiz, bis sich erste erfreuliche Ergebnisse zeigen. Kein Wunder, dass deswegen viele Unternehmen zu Instagram oder Facebook tendieren. Das Erstellen von kleinen Beiträgen geht einfach deutlich schneller.
  • Du musst mit einem hohen Aufwand rechnen
    Einen Blog zu erstellen ist anspruchsvoll. Ihn jedoch regelmäßig mit hervorragenden Content zu speisen, ist eine echte Herausforderung. Kontinuierliche Beiträge mit relevanten und gut aufbereiteten Informationen schreiben sich schließlich nicht von selbst.

Vorteile eine Corporate Blogs:

  • Du bist der Chef über deinen Blog
    Während du bei der Nutzung von Social Media Kanälen in puncto Design und Sichtbarkeit vom Netzwerk abhängig bist, hast du den Blog selber in der Hand. Kontrolliere deine Inhalte in Bezug auf Design, Themen und Sichtbarkeit – So wie es dir am Besten passt.

  • Deine Relevanz bei Google steigt
    Bei der Suchmaschine als Experte eingestuft zu werden, ist durchaus ein kleines Life-Goal. Je seriöser dein Blog ist und je mehr wertvollen Content er vorweisen kann, desto glaubwürdiger ist er auch. Damit hast du gute Chancen, dass dein Beitrag eine deutlich bessere Platzierung erhält. Und so wird auch deine Firma besser gesehen.

  • Du hast eine größere Reichweite
    Durch einen hochwertigen Blog angelst du auch neue Kunden. Nun schauen nämlich nicht nur diejenigen auf deiner Firmenwebsite vorbei, die sowieso schon etwas von dir erwerben möchten, sondern eben auch jene Leser, die sich zuerst nur für den Blog interessierten. Oder die durch Freund über den Share-Button von dir erfahren haben. Eventuell generierst du durch deinen Corporate Blog auch neue Leads. Allein dadurch wäre eine Investition in einen Unternehmensblog schon beinahe gerechtfertigt.

  • Du verbesserst deine Kundenbeziehungen
    Neue wie alte Käufer – wenn sie der Blog interessiert, schaffst du damit auch immer eine positive Konnotation zu deiner Firma, die sich vielfältig auszahlen wird. So kannst du Kunden durch deine „menschliche Seite“ hinter den Produkten überzeugen, dass du eine Firma mit Qualität bist. Außerdem erhältst du direktes Feedback.

  • Denke an das Personalmarketing
    Wie schon vorhin erwähnt, hast du mit einem Corporate Blog das Potential, Arbeitssuchende über einen langen Zeitraum eng an deine Firma zu binden. Genauso ist das natürlich auch mit Kunden, die deine Firma ganz sicher nicht vergessen werden, wenn sie hin und wieder einen deiner Beiträge lesen.

  • Du musst dich in keinen Rahmen zwängen
    Du hast sicher schon bemerkt, dass die Bandbreite an Blogs enorm ist. Egal über welches Themengebiet, egal wie du deinen Blog nutzen möchtest – du bist frei, deinen Unternehmensblog mit dem Content zu füllen, den du auch dort sehen möchten.

Wir sehen deutlich: Die Kosten-Nutzen Rechnung schwankt eindeutig ins Positive. Nicht nur aufgrund des zahlenmäßigen Verhältnisses, sondern vor allem auch aufgrund der Qualität der Vorteile. Hat sich der Unternehmensblog nämlich erst einmal gut etabliert, kann er zu einem bedeutenden Boost für Ihre Firma werden – und das dauerhaft.

Sicherlich ist ein Corporate Blog trotzdem nicht für jeden etwas. Wenn du jedoch auf eine langfristig ausgelegte Marketingstrategie setzt, sitzt du mit einem Corporate Blog im richtigen Boot. Denn ein Unternehmensblog ist kein schlammiger Tümpel, sondern ein Meer voller spannender und neuer Möglichkeiten.

Lea
Lea

Ein Hobby wird zum Beruf. Dirket von der Schülerzeitung aus ging es zu pixx.io in die Schreibwerkstatt. Mittlerweile kümmert sie sich vor allem um den Blog und um die Erfolgsstories mit unseren Kunden. Eigentlich studiert Lea aber Psychologie und ist in ihrer Freizeit auf den Volleyballfeldern zu finden.

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